Hebelprodukte

Bei Hebelprodukten handelt es sich um Wertpapiere (CFDs, Optionsscheine und Zertifikate), deren Kursentwicklung von der Preisentwicklung eines anderen Basiswertes, z. B. einer Aktie abhängig ist. Anleger kaufen hierbei beispielsweise einen Optionsschein, dessen Preis in enger Beziehung zu dem des Basiswerts steht. Im Vergleich zum Basiswert ist der Preis des Optionsscheins verhältnismäßig gering. Die Konsequenz von Preisveränderungen beim Basiswert bedeutet daher in der Regel eine überdurchschnittliche Veränderung des Preises des Optionsscheins – die sogenannte Hebelwirkung bzw. der Leverage-Effekt. Fazit: Als Inhaber eines Optionsscheins partizipieren Sie überdurchschnittlich an Kursgewinnen wie auch Kursverlusten eines Basiswertes.

Interessant für

Hebelprodukte richten sich an erfahrene Anleger, die Marktstimmungen richtig einschätzen und bewerten können.

Chancen

  • Reduzierter Kapitalbedarf: Da Sie als Anleger nicht das Basisprodukt selbst, sondern nur das Hebelprodukt nach einem bestimmten Bezugs​verhältnis zum Basiswert erwerben, ist der Kapitalbedarf bei gleichen Gewinn​chancen deutlich geringer.
  • Hebeleffekt: Eine positive Veränderung des Basispreises führt zu einem prozentual höheren Anstieg des Hebelprodukts. Das Hebelprodukt eröffnet dadurch über​proportionale Gewinn​möglichkeiten. Der Verlust ist hingegen auf 100 % des eingesetzten Kapitals begrenzt.
  • Investition in beide Richtungen möglich: Mit Hebel​produkten können Anleger sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse des Basiswerts setzen.

Risiken

  • Verlustrisiko: Aus dem Hebeleffekt ergibt sich ein Verlustrisiko bis hin zum Totalverlust, wenn das Hebelprodukt den festgelegten Schwellenwert (ggf. innerhalb der Laufzeit oder zum Laufzeitende) erreicht.
  • Emittenten​risiko: Hebelprodukte werden von Banken und Wertpapier​handelshäusern emittiert. Es besteht folglich ein Bonitäts- bzw. Insolvenzrisiko der Emittenten.