Die Abkürzung ETC steht für „Exchange Traded Commodities” und bezeichnet börsengehandelte Wertpapiere, die den Preis eines Rohstoffs abbilden. ETCs ermöglichen es Anlegern, unkompliziert in Naturschätze wie Gold, Silber, Öl, Gas oder Industriemetalle zu investieren, ohne diese physisch zu besitzen.
Kein Sondervermögen
Ein wichtiger Punkt ist, dass das in ETCs investierte Geld kein Sondervermögen darstellt. Das unterscheidet sie von den beliebten ETFs (Exchange Traded Funds). Stattdessen sind sie Inhaberschuldverschreibungen und unterliegen grundsätzlich einem Emittentenrisiko. Der Grund, warum es keine ETFs auf einzelne Rohstoffe gibt, liegt im europäischen Wertpapierrecht, wonach Fonds diversifiziert sein müssen und sich nicht auf einen oder wenige Basiswerte beziehen dürfen.
ETCs auf Edelmetalle
ETCs auf Edelmetalle wie Gold und Silber stellen streng genommen kein Sondervermögen dar. Die meisten dieser ETCs sind aber besichert. Das bedeutet, dass der Emittent physisch in die Metalle investiert und sie bei einer Aufbewahrungsstelle hinterlegt. Dadurch wird das Ausfallrisiko reduziert. Bei einigen dieser ETCs besteht sogar ein Herausgabeanspruch, das heißt, der Anleger kann sich das hinterlegte Gold (ab einer bestimmten Menge) gegen eine Gebühr ausliefern lassen. Ein bekanntes Beispiel für einen ETC mit Besicherung und Herausgabeanspruch ist Xetra-Gold der Deutschen Börse.
ETCs auf andere Rohstoffe
Ein physisches Investment durch den Emittenten wäre bei Rohstoffen wie Öl, Gas, Weizen oder Aluminium mit enormen Kosten und anderen Unwägbarkeiten (z. B. Haltbarkeit) verbunden. Daher investieren solche ETCs nicht direkt in den Rohstoff selbst, sondern in entsprechende Rohstoff-Futures. Das sind standardisierte Terminkontrakte, die den Terminpreis des zugrunde liegenden Rohstoffs abbilden. Diese Methode hat sich bewährt, kann aber zu Verzerrungen führen. Futures haben ein Fälligkeitsdatum. Um investiert zu bleiben, muss der Emittent den fälligen Future kurz vor Laufzeitende verkaufen und das Geld in einen später fälligen Future umschichten. Dieser Prozess wird als „Rollen” bezeichnet.
Vorteile
- Direkter Zugang zu Rohstoffmärkten, auch für Privatanleger
- Handel an der Börse mit hoher Liquidität und Transparenz
- Meist niedrige Kosten im Vergleich zu klassischen Rohstoffinvestments
- Einfaches Handling wie bei Aktien oder ETFs
Nachteile
- Emittentenrisiko: ETCs sind Schuldverschreibungen, daher besteht das Risiko, dass der Anbieter zahlungsunfähig wird
- Teilweise hohe Schwankungen (Volatilität) der Rohstoffpreise
- Manche ETCs sind nicht physisch gedeckt, sondern basieren auf Futures
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Eine auf Ihre individuellen Verhältnisse abgestellte anleger- und objektorientierte Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Detaillierte Informationen zu den Produkten sind den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (z.B. Verkaufsprospekt, Basisinformationsblätter, Jahres- und Halbjahresberichte) zu entnehmen, die beim Emittenten in deutscher Sprache angefordert werden können.
Risikohinweise:
Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und damit sind Kursverluste bis zum Totalverlust möglich. Zudem besteht ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis zum Totalverlust eintreten. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Performanceangaben handelt es sich um Bruttowertangaben, bei denen Provisionen, Gebühren und andere Entgelte nicht berücksichtigt werden. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.