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Wie in Gold anlegen?
Vorteile und Nachteile verschiedener Investitionen in Gold
Gold ist seit jeher ein beliebtes Anlageobjekt und gilt als „sicherer Hafen“ in turbulenten Zeiten und als natürlicher Schutz vor Inflation. Begründet wird das vor allem mit dem Argument, dass die existierenden Ressourcen begrenzt sind. Das Edelmetall kann also im Gegensatz zu Papiergeld nicht beliebig vermehrt werden. Dennoch kann in Gold auf unterschiedliche Weise investiert werden, nicht nur auf physischem Wege. Im Folgenden werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten vorgestellt sowie deren Vorteile und Nachteile erläutert.
Physisches Gold
Unter Anlagen in physisches Gold versteht man Investitionen, bei denen tatsächlich greifbares Gold erworben wird. Anleger halten also „echtes“ Gold in Form von Barren, Münzen oder teilweise auch Schmuck. Zu den bekannten Goldmünzen gehören zum Beispiel das kanadische Maple Leaf, der südafrikanische Krügerrand oder der Wiener Philharmoniker.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| direkter Besitz des Goldes | Diebstahlrisiko |
| sofortiger Zugriff möglich | Aufbewahrung und Versicherung können teuer und aufwendig sein |
| Veräußerungsgewinne sind ab einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei | Beim Kauf fallen Kosten an (z. B. Prägekosten) |
| im Krisenfall leicht verfügbar (bei Eigenverwahrung) | Hohe Differenz zwischen An- und Verkaufspreis (Spread) bei Kauf kleiner Mengen |
| Risiko von unseriösen Anbietern |
Gold-ETCs
Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) sind börsengehandelte Wertpapiere, die es Anlegern ermöglichen, einfach und kostengünstig in den Rohstoff Gold zu investieren. Ein Gold-ETC wird in der Regel an einer Börse gehandelt und kann wie eine Aktie gekauft und verkauft werden. Die Wertentwicklung eines Gold-ETCs orientiert sich meist am aktuellen Goldpreis. Viele Gold-ETCs sind durch physisches Gold besichert, das von der ausgebenden Gesellschaft tatsächlich gelagert wird. Es gibt aber auch Varianten, die den Goldpreis lediglich synthetisch nachbilden, zum Beispiel über Derivate. Rechtlich gesehen sind ETCs Zertifikate bzw. Inhaberschuldverschreibungen. Anders als die namensähnlichen ETFs (Exchange Traded Funds) handelt es sich nicht um Sondervermögen. Im Fall einer Insolvenz des Emittenten sind Anleger mit ETCs somit nicht geschützt. Bei Gold-ETFs, die besichert sind, ist das Emittentenrisiko allerdings reduziert.
Hinweis: In Deutschland dürfen keine Gold-ETFs angeboten werden, da solche ETFs gegen die europäische UCITS-Richtlinie (in Deutschland OGAW) verstoßen würden. Die Richtlinie schreibt eine breite Risikostreuung (Diversifikation) vor und erlaubt somit keine Anlagen in nur einen Rohstoff. Stattdessen sind hierzulande Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) zugelassen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| einfache Abwicklung über die Börse (das Metall muss nicht selbst gekauft und gelagert werden) | kein direkter physischer Besitz |
| während der Börsenzeiten jederzeit handelbar | bei physischer Absicherung: eventuell höhere Verwaltungsgebühren |
| meist besichert: physische Hinterlegung durch den Emittenten (bzw. Treuhänder) | Rolleffekte bei an Futures gekoppelten ETCs |
| großes Angebot am Markt | Emittentenrisiko (da kein Sondervermögen) |
| gegebenenfalls besteht die Möglichkeit einer Auslieferung (z. B. Xetra Gold ETC) |
Zertifikate (Strukturierte Produkte)
Zertifikate richten sich in erster Linie an Anleger, die bei ihrer Goldanlage eine bestimmte Strategie verfolgen wollen (Anlageprodukte) oder bei denen spekulative Motive im Vordergrund stehen (Hebelprodukte). Zu den Anlageprodukten gehören Partizipations-Zertifikate, die den Goldpreis eins zu eins abbilden. Weitere stark verbreitete Anlageprodukte sind Discount- und Bonus-Zertifikate. Discount-Zertifikate zeichnen sich zum Beispiel dadurch aus, dass Anleger sie zu einem Preis unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes („Discount“) erhalten. Im Gegenzug wird der mögliche Gewinn nach oben durch eine Kursobergrenze (Cap) begrenzt. Gehebelte Zertifikate entwickeln sich überproportional zum Goldpreis. Allerdings stehen den erhöhten Gewinnchancen entsprechend höhere Verlustrisiken (bis hin zum Totalverlust) gegenüber. Zu den wichtigsten Hebelprodukten gehören Optionsscheine und Knock-out-Scheine. Mit ihnen kann nicht nur auf steigende, sondern auch auf fallende Preise spekuliert werden.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| keine Lagerkosten | Emittentenrisiko (da Schuldverschreibungen) |
| großes Angebot | keine Absicherung durch physischen Rohstoff |
| je nach Risikoneigung und Erwartungshaltung verschiedene Strategien möglich | zum Teil hohe Komplexität |
| Positionierungen schon mit kleinem Einsatz möglich | kein Auslieferungsanspruch |
| je nach Zertifikat: hohes Verlustrisiko bis hin zum Totalausfall |
Minenaktien und Minenaktienfonds/-ETFs
Eine weitere Möglichkeit, von der Entwicklung des Goldpreises zu profitieren, sind Minenaktien. Tendenziell korrelieren sie stark mit der Wertentwicklung des Edelmetalls. Allerdings sind Goldminenaktien auch noch von anderen Einflussfaktoren abhängig. Etwa von der Fördereffizienz, der Unternehmensführung, der Finanzsituation oder dem Risiko von Produktionsausfällen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| große Angebotspalette, angefangen von klassischen Fonds (aktives Management) bis hin zu ETFs (Indexabbildung, passives Management). | Entwicklung kann von Goldpreisentwicklung zum Teil stark abweichen |
| einfache Abwicklung über die Börse | keine direkte Anlage in Gold |
Fazit
Gold bietet vielfältige Anlagemöglichkeiten, die jeweils eigene Vor- und Nachteile mit sich bringen. Für konservative Anleger sind physisches Gold oder besicherte Gold-ETCs oft die bevorzugte Wahl, während risikobereitere Investoren auch Goldminenaktien oder Zertifikate nutzen können. Bei der Wahl der passenden Anlageform sollten individuelle Ziele, Risikobereitschaft und die persönliche Situation berücksichtigt werden.
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Bitte beachten Sie:
Die Angaben auf dieser Seite sind ausschließlich zur allgemeinen Information bestimmt und stellen keine Anlageberatung dar. Die erteilten Informationen haben keinen Bezug zu Ihren spezifischen Anlagezielen, zu Ihrer finanziellen Situation oder zu sonstigen bestimmten Umständen. Sie sind kein Angebot bzw. keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder eines sonstigen Finanzproduktes. Das gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden.
Eine auf Ihre individuellen Verhältnisse abgestellte anleger- und objektorientierte Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Detaillierte Informationen zu den Produkten sind den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (z.B. Verkaufsprospekt, Basisinformationsblätter, Jahres- und Halbjahresberichte) zu entnehmen, die beim Emittenten in deutscher Sprache angefordert werden können.
Risikohinweise:
Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und damit sind Kursverluste bis zum Totalverlust möglich. Zudem besteht ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis zum Totalverlust eintreten. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Performanceangaben handelt es sich um Bruttowertangaben, bei denen Provisionen, Gebühren und andere Entgelte nicht berücksichtigt werden. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.