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Long/Short Equity

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Long/Short Equity

Worum geht’s? Bei dieser Strategie wird klassischerweise gleichzeitig auf steigende Kurse bestimmter Aktien (Long) sowie auf fallende Kurse anderer Aktien (Short) gesetzt. Dieses Vorgehen wird vor allem von Hedgefonds angewendet.

So funktioniert es:

  • Long-Position: Es wird eine Aktie gekauft, weil der Käufer erwartet, dass ihr Kurs steigt. 
  • Short-Position: Hier erwartet der Investor fallende Kurse der betreffenden Aktie. Umsetzen lässt sich dies durch Leerverkäufe der Aktie.

Ein einfaches Beispiel
Ein Anleger glaubt:

  • Unternehmen A ist unterbewertet → Er positioniert sich Long in Aktie A
  • Unternehmen B ist überbewertet → Er positioniert sich Short in Aktie B

Folgende Szenarien sind möglich

  • Aktie A steigt und Aktie B fällt → Der Investor verdient auf beiden Seiten.
  • Aktie A steigt und Aktie B steigt → Der Investor gewinnt, sofern Aktie A stärker steigt als Aktie B. Steigt Aktie B stärker als Aktie A werden die Verluste aus der Short-Position durch Gewinne aus der Long-Position zum Teil kompensiert.
  • Aktie A sinkt und Aktie B sinkt → Der Investor gewinnt, sofern Aktie B stärker sinkt als Aktie A. Sinkt Aktie A stärker als Aktie B, werden die Verluste aus der Long-Position durch Gewinne aus der Short-Position zum Teil kompensiert.
  • Aktie A sinkt und Aktie B steigt → Der Investor verliert auf beiden Seiten.

Ziel der Strategie

Long/Short-Equity versucht in der Regel, nicht nur vom allgemeinen Aktienmarkt abhängig zu sein, sondern vor allem von der richtigen Auswahl einzelner Aktien. Oft werden Long- und Short-Positionen so ausbalanciert, dass das Portfolio insgesamt weitgehend immun gegen die Schwankungen des Gesamtmarktes ist.

VorteileNachteile

Marktunabhängigkeit: Die Strategie zielt darauf ab, Renditen zu erwirtschaften, auch wenn der Gesamtmarkt (z.B. der DAX oder S&P 500) volatil ist.

Unbegrenztes Verlustrisiko: Bei Leerverkäufen (Short) sind die Verluste theoretisch unendlich, da Aktienkurse in der Theorie unbegrenzt steigen können.

Risikominimierung: Durch das Absichern von Short-Positionen können unvorhersehbare Marktrisiken oder branchenspezifische Schocks abgefedert werden.

Hohe Kosten: Die Strategie erfordert aktives Management und verursacht durch Leerverkäufe, Zinsen für geliehene Aktien und Umschichtungen höhere Gebühren.

 

Zwei Ertragsquellen: Es kann sowohl von Gewinner-Aktien (Long) als auch von Verlierer-Aktien (Short) profitiert werden.

Komplexität: Die korrekte Auswahl von Long- und Short-Kandidaten sowie das ständige Neujustieren sind fehleranfällig und erfordern profundes Finanzwissen.

 

Wie in die Strategie investieren?

Long/Short-Strategien stammen aus der Hedgefonds-Welt. Allerdings haben sich solche Ansätze in den vergangenen Jahren immer stärker auch im Fondsbereich für Privatanleger durchgesetzt. Während im Hedgefonds-Bereich solche Lösungen meist gehebelt sind, ist die Ausgestaltung bei UCITS-Fonds deutlich moderater und risikoärmer.

Beispiele für Long/Short-Equity-Fonds mit Anlageschwerpunkt Europa

FondsFondsgesellschaft
Carmignac Portfolio Long-Short European EquitiesCarmignac Gestion Luxembourg
BSF BlackRock European Opportunities Extension D2BlackRock (Luxembourg) S.A.
JPMorgan Funds Europe Equity Plus Fund A (perf)JPMorgan Asset Management (Europe)

Bitte beachten Sie:
Die Angaben auf dieser Seite sind ausschließlich zur allgemeinen Information bestimmt und stellen keine Anlageberatung dar. Die erteilten Informationen haben keinen Bezug zu Ihren spezifischen Anlagezielen, zu Ihrer finanziellen Situation oder zu sonstigen bestimmten Umständen. Sie sind kein Angebot bzw. keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder eines sonstigen Finanzproduktes. Das gilt auch dann, wenn einzelne Emittenten oder Wertpapiere erwähnt werden. 
Eine auf Ihre individuellen Verhältnisse abgestellte anleger- und objektorientierte Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Detaillierte Informationen zu den Produkten sind den jeweils gesetzlich vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen (z.B. Verkaufsprospekt, Basisinformationsblätter, Jahres- und Halbjahresberichte) zu entnehmen, die beim Emittenten in deutscher Sprache angefordert werden können.
 
Risikohinweise:
Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen und damit sind Kursverluste bis zum Totalverlust möglich. Zudem besteht ein Emittentenrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten können Verluste bis zum Totalverlust eintreten. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei Performanceangaben handelt es sich um Bruttowertangaben, bei denen Provisionen, Gebühren und andere Entgelte nicht berücksichtigt werden. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.